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Gesundheitsvorteile

Trinken bei Krankheit: Was hilft und wann du ärztlichen Rat brauchst

Was du bei Krankheit trinken kannst, wie kleine Schlucke bei Übelkeit helfen, wann eine orale Rehydratationslösung sinnvoll ist und wann du Hilfe brauchst.

11. Januar 2026
10 Min. Lesezeit
Person ruht sich mit einem Glas Wasser mit Zitrone, Kräutertee und Elektrolytgetränken zur Genesung von Krankheit aus

Person ruht sich mit einem Glas Wasser mit Zitrone, Kräutertee und Elektrolytgetränken zur Genesung von Krankheit aus

Krankheit kann das Trinken erschweren, während Fieber, Erbrechen oder Durchfall gleichzeitig Flüssigkeit kosten. Eine Erkältung bei normalem Appetit ist etwas anderes als ein Magen-Darm-Infekt, bei dem kaum ein Schluck drinbleibt. Trink, was du verträgst, und achte auf Warnzeichen.

Nach einem Zahneingriff richtet sich Wasser nach der Extraktion nach der Entlassung und trennt Schlucken vom Spülen.

Ausreichend zu trinken hilft, Flüssigkeitsverluste bei Krankheit auszugleichen. Es heilt keine Infektion und garantiert keine schnellere Genesung. Die Hinweise orientieren sich an den NHS-Informationen zu Dehydration, Durchfall und Erbrechen sowie den CDC-Hinweisen zu Norovirus.

Warum Trinken bei Krankheit schwieriger sein kann

Es gibt keinen pauschalen Prozentsatz, um den alle Erkrankten mehr trinken sollten. Entscheidend sind die tatsächlichen Verluste durch Fieber, Schwitzen, Erbrechen oder Durchfall, wie viel du bei dir behalten kannst und mögliche Vorerkrankungen.

Fieber und Schwitzen: Beides kann den Flüssigkeitsverlust erhöhen. Biete regelmäßig Getränke an und achte auf Durst, Urinmenge und Allgemeinzustand. Eine feste Millilitermenge pro Grad Fieber ist kein verlässliches Ziel.

Verstopfte Nase und Halsschmerzen: Sie können die Lust zu trinken mindern. Wähle kühle oder warme Getränke nach deinem Empfinden. Eine verstopfte Nase allein verlangt keine große zusätzliche Wassermenge.

Erbrechen und Durchfall: Wiederholte Episoden können Wasser und Salze entziehen und das Trinken erschweren. Wichtiger als eine geschätzte Menge pro Episode ist, ob Getränke bei dir bleiben und ob Zeichen einer Dehydration auftreten.

Verminderter Appetit bedeutet weniger Flüssigkeitsaufnahme: Wenn du krank bist, hast du oft keine Lust zu essen oder zu trinken. Diese natürliche Abnahme des Konsums geschieht genau dann, wenn dein Bedarf am höchsten ist.

Medikamente und Vorerkrankungen: Entwässernde Medikamente und manche Erkrankungen beeinflussen den Flüssigkeitshaushalt. Bei Nieren- oder Herzerkrankungen, Diabetes oder einer verordneten Trinkmengenbegrenzung frag nach individuellem Rat.

Die besten Flüssigkeiten bei Krankheit

Wichtig ist ein Getränk, das du verträgst. Bei wiederholtem Erbrechen oder Durchfall müssen möglicherweise auch Salze ersetzt werden.

Wasser: Deine Grundlage

Wasser ist eine einfache Wahl, wenn du normal trinken kannst. Kühl oder warm ist gleichermaßen möglich. Bei wiederholtem Erbrechen oder Durchfall ersetzt Wasser allein möglicherweise nicht die verlorenen Salze.

Profi-Tipp: Wenn dir reines Wasser unattraktiv erscheint, versuche, einen Spritzer Zitrone oder ein paar Gurkenscheiben für einen dezenten Geschmack ohne zugesetzten Zucker hinzuzufügen.

Elektrolytlösungen

Durch Erbrechen und Durchfall gehen Wasser und Salze verloren. Eine orale Rehydratationslösung (ORS) enthält dafür eine genau abgestimmte Mischung. Frag in der Apotheke nach einem passenden Produkt und mische es genau nach Packungsanweisung.

ORS statt Sportgetränk: Bei Dehydration durch Erbrechen oder Durchfall ist eine ORS aus der Apotheke geeigneter. Sportgetränke sind für Belastung gedacht und nicht gleichwertig; laut CDC ersetzen sie möglicherweise wichtige Mineralstoffe nicht.

ORS nicht frei mischen: Ungefähre Mengen verändern das Verhältnis von Zucker und Salz. Verwende bei Bedarf ein korrekt zubereitetes Apothekenprodukt und frag nach fachlichem Rat, wenn keines verfügbar ist.

Warme Brühen und Suppen

Suppe und Brühe liefern Flüssigkeit und können angenehm sein, sobald du essen magst. Sie können auch Salz und Kalorien enthalten. Sie behandeln keine Infektion und ersetzen bei größeren Verlusten keine ORS.

Knochenbrühe ist ebenfalls eine Speise mit Flüssigkeit. Dass ihr Kollagen die Abwehr oder den Darm schneller regeneriert, ist nicht belegt.

Kräutertees

Koffeinfreie Kräutertees können das Trinken angenehmer machen. Sie ersetzen weder eine Behandlung noch eine benötigte ORS:

Ingwertee: Kann angenehm sein, wenn Wasser wegen Übelkeit schwerfällt.

Pfefferminztee: Eine weitere Möglichkeit, wenn du ihn magst und verträgst.

Kamillentee: Ein warmes, koffeinfreies Getränk vor dem Ausruhen.

Honig und Zitrone: Kann sich bei Halsschmerzen angenehm anfühlen. Babys unter einem Jahr keinen Honig geben. NHS.

Kokoswasser

Kokoswasser ist ein Getränk nach Geschmack. Sein Mineralstoffgehalt schwankt; bei starkem Erbrechen oder Durchfall ersetzt es keine ORS.

Flüssigkeiten, die du bei Krankheit einschränken oder meiden solltest

Einige beliebte Getränke können deinen Genesungsbemühungen tatsächlich entgegenwirken.

Alkohol: Er kann Dehydration begünstigen und mit Medikamenten wechselwirken. Bei Erbrechen, Durchfall oder Dehydration solltest du ihn meiden. Wenn du deinen Alkoholkonsum ohnehin reduzierst, hilft dir Sober Tracker beim persönlichen Ziel, getrennt von der Behandlung der Krankheit.

Koffein: Wenn Kaffee oder starker Tee Übelkeit oder Schlafprobleme verstärken, wähle vorübergehend ein anderes Getränk. Eine allgemeine Ein-Tassen-Regel gibt es nicht.

Saft und Brause bei Durchfall: Sie können Durchfall verschlimmern. Wasser oder eine in der Apotheke empfohlene ORS sind dann besser, besonders für Kinder.

Milch und vertraute Getränke: Wenn du sie verträgst, tragen auch sie zur Flüssigkeitsaufnahme bei. Wähle, was bei dir bleibt und angenehm ist.

Hydrationsstrategien für bestimmte Krankheiten

Verschiedene Krankheiten schaffen unterschiedliche Herausforderungen für die Flüssigkeitszufuhr. So passt du deinen Ansatz an.

Erkältung und Infektionen der oberen Atemwege

Wähle Wasser, Tee oder Brühe in einer angenehmen Temperatur. Warme Getränke können bei Halsschmerzen wohltuend sein. Dampfinhalation über einer Schüssel mit heißem Wasser birgt Verbrennungsgefahr. Newcastle Hospitals NHS.

Worauf du achten solltest: Trink regelmäßig, wenn du kannst. Eine Erkältung ohne Erbrechen, Durchfall oder starkes Schwitzen verlangt keine feste Zusatzmenge. Bei trockenem Mund, dunklem Urin oder seltenerem Wasserlassen solltest du mehr trinken und die Lage erneut beurteilen.

Beste Optionen: Warmes Wasser mit Honig und Zitrone, Kräutertees, klare Brühen und zimmerwarmes Wasser.

Influenza (Grippe)

Die Grippe bringt oft hohes Fieber, Gliederschmerzen und tiefe Erschöpfung mit sich, die das Trinken zur Last machen. Der Schlüssel sind kleine, häufige Schlucke, statt zu versuchen, große Mengen zu trinken.

Worauf du achten solltest: Ersetze Flüssigkeit nach Verträglichkeit und achte auf Schwindel, trockenen Mund und selteneres Wasserlassen. Erzwinge keine prozentuale Erhöhung und beachte verordnete Trinkmengenbegrenzungen.

Geeignete Getränke: Wasser und andere Getränke, die du verträgst. Brühe oder Tee bringen Abwechslung. ORS ist eher bei zusätzlichem Erbrechen oder Durchfall mit Wasser- und Salzverlust sinnvoll.

Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis)

Erbrechen und Durchfall können zu Dehydration führen, besonders wenn Getränke nicht drinbleiben. Beginne mit kleinen Schlucken und steigere nach Verträglichkeit.

Worauf du achten solltest: Ein einheitliches Literziel gibt es nicht. Beobachte, ob Erbrechen oder Durchfall anhalten, Getränke bei dir bleiben und du weniger urinierst. Bei größeren Verlusten frag in der Apotheke nach ORS.

Praktisches Vorgehen: Nimm kleine Schlucke Wasser oder korrekt zubereitete ORS und steigere die Menge nach Verträglichkeit. Wenn du oder dein Kind weiter erbrecht und nichts bei euch behaltet, hol frühzeitig medizinischen Rat.

Wieder essen: Iss, sobald du dich dazu in der Lage fühlst. Reis oder Toast können angenehm sein, eine strenge BRAT-Diät ist jedoch nicht nötig. Meide Speisen, die deine Beschwerden verstärken.

Fieber

Fieber kann das Schwitzen verstärken. Biete regelmäßig Getränke in angenehmer Temperatur an.

Worauf du achten solltest: Beachte Durst, Urinmenge, Schwindel und ob du trinken kannst. Berechne keine zusätzliche Menge aus der Temperatur.

Geeignete Getränke: Wasser, Tee oder Brühe können gut trinkbar sein. ORS ist bei erheblichen Verlusten durch Erbrechen oder Durchfall hilfreich; Fieber allein macht sie nicht automatisch nötig.

Dehydration während einer Krankheit erkennen

Wenn du krank bist, kannst du leicht dehydrieren, ohne es zu merken. Achte auf diese Warnzeichen:

Frühe Anzeichen: Durst, dunkelgelber Urin, selteneres Wasserlassen, trockener Mund, Kopfschmerzen oder Benommenheit können auf Dehydration hinweisen.

Anzeichen für raschen Rat: Anhaltender Schwindel beim Aufstehen, deutlich weniger Urin, ungewöhnliche Schläfrigkeit oder schneller Puls können eine dringende Untersuchung erfordern.

Notfallzeichen: Verwirrtheit, schwere Weckbarkeit, Atemprobleme oder kalte beziehungsweise fleckige Haut bei Dehydrationszeichen erfordern Notfallhilfe.

Kinder und ältere Erwachsene haben ein höheres Risiko für Dehydration und können Anzeichen schneller zeigen. Konsultiere im Zweifelsfall medizinisches Fachpersonal.

Praktische Tipps, um hydriert zu bleiben, wenn dir nicht danach ist

Appetitlosigkeit und Unwohlsein können das Trinken erschweren. Diese Ideen helfen möglicherweise, kleine Mengen zu trinken.

Erinnerungen nutzen: Ein Hinweis kann helfen, ans Trinken zu denken, wenn die Krankheit den Alltag durcheinanderbringt. Er sollte keine feste Menge erzwingen.

Flüssigkeiten sichtbar halten: Stelle eine Wasserflasche, Tee oder Brühe auf deinen Nachttisch, deine Couch oder wo immer du dich ausruhst. Visuelle Hinweise regen zum Trinken an.

Einen Strohhalm verwenden: Durch einen Strohhalm zu trinken erfordert weniger Anstrengung und kann den Konsum erleichtern, wenn du erschöpft bist.

Eis am Stiel probieren: Gefrorene Fruchtriegel oder selbstgemachtes Wassereis liefern Flüssigkeit in einer Form, die ansprechender wirken kann als Trinken, besonders bei einem wunden Hals.

Wasserreiche Lebensmittel essen: Wenn du Essen verträgst, tragen Wassermelone, Gurke, Orangen und Suppen alle zur Flüssigkeitsaufnahme bei.

Kleine Schlucke, häufig: Bei Übelkeit beginne mit kleinen Schlucken und trinke schrittweise mehr, wenn es geht. Ein fester Zeitplan ist nicht erforderlich.

Trinkmenge notieren: Eine einfache Aufzeichnung zeigt, was du trinken konntest. Water Tracker kann erinnern und dokumentieren, aber weder Dehydration diagnostizieren noch über ärztliche Hilfe entscheiden.

Besondere Überlegungen

Kinder

Säuglinge und Kinder haben ein höheres Dehydrationsrisiko. Stillen oder Flaschennahrung fortsetzen, bei Bedarf kleinere Mengen häufiger anbieten. Frag in der Apotheke nach ORS. Weniger nasse Windeln, kaum Tränen oder ungewöhnliche Schläfrigkeit erfordern medizinischen Rat. Säuglingsnahrung nicht verdünnen.

Ältere Erwachsene

Ältere Menschen haben ein höheres Dehydrationsrisiko, besonders wenn sie für Getränke auf Hilfe angewiesen sind oder Medikamente mit Wirkung auf den Flüssigkeitshaushalt nehmen. Biete regelmäßig Getränke an und achte auf Urinmenge, Schwindel und Wachheit.

Schwangerschaft oder Stillzeit

Wenn du schwanger bist oder stillst und Erbrechen, Durchfall oder Fieber das Trinken erschwert, frag dein Behandlungsteam. Eine allgemeine zusätzliche Trinkmenge gibt es nicht.

Flüssigkeitszufuhr zur Genesung: Nachdem das Schlimmste vorbei ist

Wenn akute Beschwerden abklingen, kehre zu deinem üblichen Trinkrhythmus zurück und achte auf anhaltende Verluste.

Zum normalen Rhythmus zurückkehren: Wenn Erbrechen, Durchfall oder Fieber abklingen und normales Essen und Trinken wieder möglich ist, kehre zu deiner üblichen Trinkroutine zurück. Achte auf Durst und verbleibende Verluste.

Getränke griffbereit halten: Nach dem Ende akuter Verluste reichen meist Ruhe und normale Mahlzeiten. Kein Getränk baut nachweislich das Immunsystem neu auf oder verkürzt jede Krankheit.

Anhaltende Beschwerden beachten: Müdigkeit nach einer Krankheit hat verschiedene Ursachen. Wenn sie anhält oder Dehydrationszeichen dazukommen, hol Rat statt einfach nur mehr zu trinken.

Aktivität langsam wieder aufnehmen: Bei der Rückkehr zu Arbeit oder Sport orientiere dich an Durst und Bedingungen. Nach Ende der Verluste ist eine Zusatzmenge nicht automatisch nötig.

Wann du ärztliche Hilfe suchen solltest

Während sich die meisten Krankheiten zu Hause mit Ruhe und Flüssigkeit bewältigen lassen, erfordern einige Situationen professionelle Versorgung:

Keine Flüssigkeit bleibt drin: Hol zügig medizinischen Rat, wenn du oder dein Kind weiter erbrecht und Getränke nicht bei euch behaltet. Warte nicht 24 Stunden.

Dehydrationszeichen: Anhaltender Schwindel beim Aufstehen, deutlich weniger Urin, ungewöhnliche Schläfrigkeit oder schneller Puls brauchen dringenden Rat. Verwirrtheit, schwere Weckbarkeit oder Atemprobleme sind Notfälle.

Fieber und andere Sorgen: Alter, Beschwerden, Dauer und Vorerkrankungen bestimmen den Handlungsbedarf. Bei Fieber eines jungen Säuglings früh medizinischen Rat einholen.

Beschwerden werden wieder schlimmer: Wenn du dich erneut schlechter fühlst oder neue besorgniserregende Symptome auftreten, lass dich beraten. Dieser Artikel kann die Ursache nicht bestimmen.

Chronische Erkrankungen: Wenn du an Diabetes, einer Nierenerkrankung oder anderen Erkrankungen leidest, die den Flüssigkeitshaushalt beeinflussen, konsultiere bei jeder Krankheit frühzeitig deinen Arzt.

Fazit

Bei Krankheit geht es darum, verlorene Flüssigkeit durch Getränke zu ersetzen, die bei dir bleiben. Wasser reicht bei vielen leichten Erkrankungen. Bei Erbrechen oder Durchfall kann eine in der Apotheke empfohlene ORS sinnvoll sein.

Stell ein Getränk in Reichweite und nimm bei Übelkeit kleine Schlucke. Erinnerung oder Trinkprotokoll helfen beim Überblick; Beschwerden und Trinkfähigkeit bestimmen, wann du Hilfe brauchst.

Wenn ein Kind oder älterer Mensch dehydriert wirkt oder bei irgendjemandem dringende Warnzeichen auftreten, hol frühzeitig medizinischen Rat. Eine App ersetzt keine Untersuchung.

Weiterführende Literatur

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ist kein Ersatz für professionellen medizinischen Rat. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an einen Arzt.

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